Pausinystalia yohimbe

  • Yohimbe
  • Yohimbehe

    TCM Temperatur

    warm

  • Geschmack scharf
  • Funktionskreis Niere, Herz
  • Kategorie Heilkräuter
  • Familie Rubiaceae, Rotgewächse
  • Pflanzenteile Rinde
  • Herkunft Heimisch in den Urwäldern Westafrikas, in Kongo, Kamerun und Gabun.

Eigenschaften

stimulierend, aphrodisierend / fördert den Geschlechtstrieb, herzstimulierend, lokal anesthesierend

Inhaltsstoffe

Indolalkaloide (ca. 2,7 bis 5,9%): Hauptalkaloid Yohimbin (Quebrachin, ca. 0,8% bis 2,2), daneben seine Stereoisomere alpha-Yohimbin (Rauwolscin), beta-Yohimbin, allo-Yohimbin, ausserdem Dihydroyohimbin, Ajamalicin, Corynanthein, Dihydrocorynanthein, Corynanthin (Rauhimbin), Raubasin, Dihydrositsirikin; Gerbstoffe

TCM Wirkungen

1 Yang tonisieren

Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten meisst warm oder heiss. Ihr Geschmack ist meist scharf, süss und leicht bitter. Diese Heilkräuter werden zum Tonisieren des Milz-Yang-Mangels, des Herz-Yang-Mangels und des Nieren-Yang-Mangels eingesetzt.

Heilkräuter Beispiele:
Juglans regia, Rosmarinus officinalis, Turnera aphrodisiaca

Klinische Manifestationen:
Nieren-Yang Mangel:
Kälteaversion, kalte Extremitäten, kalte Füsse, Kälte und Schwäche der Knie und der Lumbalregion, Beinschwäche (besser durch Wärme), Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schwerhörigkeit, Taubheit, rauschender Tinnitus, viel, heller Urin, Nykturie, Harninkontinenz, Enuresis nocturna im Kindesalter, Ödem, frühmorgendlicher Durchfall, chronischer Durchfall, unverdaute Nahrung im Stuhl, Libidomangel, Impotenz, Sterilität, Amenorrhö
Zunge: blass, nass, geschwollen; Belag: weiss
Puls: tief, schwach, langsam

Milz-Yang Mangel:
Kälteaversion, kalte Extremitäten, Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Druck der sich durch Wärme bessert, teigiger Stuhl, wässriger Durchfall mit unverdauter Nahrung, Ödem der Extremitäten, Malabsorption, entzündliche Darmerkrankungen
Zunge: blass, nass, geschwollen, Zahneindrücke; Belag: weiss, glatt
Puls: tief, langsam, schwach

Herz-Yang Mangel:
Kälteaversion, Palpitationen, Hypotonie, Herzrasen, Herzrhythmusstörung, Herzschmerzen, Herzbeklemmung, Belastungsdyspnö, Spontanschweiss, Ödem, Müdigkeit, Erschöpfung, Herzinsuffizienz, Angina pectoris
Zunge: blass, nass, leicht geschwollen; Belag: weiss, glatt
Puls: tief, langsam, schwach, dünn

Impotenz, Frigidität, Potenzschwäche, Orgasmusstörungen, Ejaculatio praecox, Angina pectoris, Dysmenorrhö, Menstruationsblutung schmerzhaft

TCM Kontraindikationen

Leber- und Nierenerkrankungen

TCM Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen treten u.a. auf Erregungszustände, Schlaflosigkeit, Insomnia, Angstzustände, Tremor, Tachykardie, Blutdruckerhöhung, Übelkeit, Erbrechen, Exantheme. Bei Überdosierung kommt es zu Speichelfluss, Mydriasis, Kotabgang, Blutdrucksenkung, Störungen am Reizleitungssystem des Herzens mit negativ-ionotropen Effekten. Der Tod erfolgt durch Herzlähmung. Die Therapie von Vergiftungen besteht nach Magen- und Darmentleerung (Erbrechen auslösen, Magenspülung mit burgunderfarbener Kaliumpermanganatlösung, Natriumsulfat) und Medizinalkohleinstillation in der Behandlung der Herzrhythmusstörungen mit Lidocain oder Orciprenail, ev. Physostigmin bei anticholinerger Wirkung, Elektrolytsubstitution und Ausgleich eventuell auftretender Acidose durch Natriumbikarbonatinfusionen. Im Schock sollte Plasmaexpander infundiert werden.

Zubereitung

spagyrisch
Rinde ( cort. )
5-7 Tropfen 3 x tgl. mit wenig Wasser 1- ½ Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen.