Lammfleisch, Ziegenfleisch

  • Schaffleisch
  • Ziegenfleisch
  • Ovis aries (Hausschaf)
  • Capra spec. (verschiedene Ziegenarten)

    Humorale Qualität

    wärmend 3°, befeuchtend/nährend 2-3°
    kühlend 0°, trocknend 1°

    TCM Temperatur

    warm

  • Geschmack süss
  • Funktionskreis Milz, Magen, Niere, Leber
  • Kategorie Nahrungsmittel, Fleisch / tierische Produkte
  • Familie Bovidae, Hornträger
  • Herkunft Schweiz

Eigenschaften

Lammfleisch ist nach Schweinefleisch das Fleisch mit dem höchsten Fettgehalt

Inhaltsstoffe

Lamm: Protein 21%, Arginin (1390mg), Tryptophan (200mg) / Fett 4% * // Mineralien und Spurenelemente: K (290mg = 15%TB), Fe (1,6mg = 16%TB), Zn (2,9mg = 40%TB) // Vitamine: B1 (0,15mg = 15%TB), B2 (0,37mg = 30%TB), Niacin (6,2mg = 40%TB), Vit.B6 (0,13mg = 10%TB), Vit.B12 (3µg = 100%TB), Pantothensäure (0,5mg = 11%TB) Hammel: Fett 18-32%, ges.FS (7,2-12,8g), Ölsäure (6,6-11,7g), mehrf.unges.FS (0,6-1,1g),

TCM Wirkungen

1 Yang tonisieren

Diese Nahrungsmittel sind im Temperaturverhalten meist warm. Ihr Geschmack ist meist süss, oder scharf. Die Symptome entsprechen einem Nieren- und Milz-Qi-Mangel mit deutlichen Kältesymptomen:

Nahrungsmittel Beispiele:
Baumnuss, Frühlingszwiebel, Lauch, Süssreis, Schaffleisch, Ziegenfleisch, Pferdefleisch, Wildfleisch, Garnelen, Marroni

Klinische Manifestationen:
Nieren-Yang Mangel:
Kälteaversion, kalte Extremitäten, kalte Füsse, Kälte und Schwäche der Knie und der Lumbalregion, Beinschwäche (besser durch Wärme), Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schwerhörigkeit, Taubheit, rauschender Tinnitus, viel, heller Urin, Nykturie, Harninkontinenz, Enuresis nocturna im Kindesalter, Ödem, frühmorgendlicher Durchfall, chronischer Durchfall, unverdaute Nahrung im Stuhl, Libidomangel, Impotenz, Sterilität, Amenorrhö
Zunge: blass, nass, geschwollen; Belag: weiss
Puls: tief, schwach, langsam

Milz-Yang Mangel:
Kälteaversion, kalte Extremitäten, Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Druck der sich durch Wärme bessert, teigiger Stuhl, wässriger Durchfall mit unverdauter Nahrung, Ödem der Extremitäten, Malabsorption, entzündliche Darmerkrankungen
Zunge: blass, nass, geschwollen, Zahneindrücke; Belag: weiss, glatt
Puls: tief, langsam, schwach

Herz-Yang Mangel:
Kälteaversion, Palpitationen, Hypotonie, Herzrasen, Herzrhythmusstörung, Herzschmerzen, Herzbeklemmung, Belastungsdyspnö, Spontanschweiss, Ödem, Müdigkeit, Erschöpfung, Herzinsuffizienz, Angina pectoris
Zunge: blass, nass, leicht geschwollen; Belag: weiss, glatt
Puls: tief, langsam, schwach, dünn

tonisiert Nieren-Yang, tonisiert Milz-Yang, tonisiert Magen-Yang, Kälteaversion, kalte Extremitäten, Schüttelfrost, Lumbalschwäche, Lumbago, Rückenschmerzen, Knieschmerzen, Kälte im Leber-Meridian, Leistenschmerzen, Unterleibschmerzen, Hodenschmerzen, Prostatadynie, Dysmenorrhö, Menstruationsblutung schmerzhaft, Urinieren häufig, Libidomangel, Impotenz, Abgeschlagenheit geistig, Müdigkeit, Energiemangel, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Durchfall morgendlich, Diarrhö morgendlich (Lamm- oder Ziegenfleisch mit Knoblauch; Ingwer; Sojasauce; Baumnüssen; Öl)

1 Qi tonisieren

Diese Nahrungsmittel sind im Temperaturverhalten meist neutral. Ihr Geschmack ist meist süss. Qi-Mangel ist oftmals eine Folge von schlechter Ernährung, Überarbeitung, zu vielem Sitzen, von starker oder langandauernder mentaler und psychischer Belastung, von Stress, und chronischer Erkrankung. Er manifestiert sich vorwiegend in den Funktionskreisen Milz, Lunge, Herz, Magen und Niere.
Ein allgemeiner Qi-Mangel zeigt sich in Müdigkeit, körperlicher Schwäche, kraftloser Stimme, und/oder blassem Gesicht.

Nahrungsmittel Beispiele:
Alle Getreide, insbesondere, Quinoa, Süssreis, Gerste, Mais, Azukibohnen, Chinakohl, Fenchel, Karotte, Fleisch, insbesondere Pferdefleisch, Rindfleisch, Kaninchenfleisch, Schafsmilch, Banane, Haselnuss, Marroni, Sonnenblumenkerne

Klinische Manifestationen:
Milz-Qi Mangel:
Mattigkeit, Appetitmangel, loser Stuhl, Blähungen, gestörte Darmflora, Verdauungsschwäche, Dyspepsie, Verdauungsenzymmangel, verminderte Gallebildung, Müdigkeit nach dem Essen, Anorexie, Hyperglykämie, Diabetes mellitus, Ödem, Lymphstau, Hämorrhiden, Prolaps, unruhiger Fetus, drohender Abort, verminderte Milchbildung, Neigung zu Hämatomen und Blutungen, Muskelschwäche der Extremitäten, Blässe

Zunge: blass, ev. geschwollen, Zahneindrücke; Belag: dünn
Puls: leer, schwach

Lungen-Qi Mangel:
Abwehrschwäche (Wei-Qi-Mangel), Erkältungsanfälligkeit (Wei-Qi-Mangel), spontanes Schwitzen, schwache Stimme, kraftloses Husten, flache Atmung, Kurzatmigkeit, Keuchatmung, Belastungsdyspnö, flüssiger klarer Schleim, Darmträgheit, Blässe
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach

Herz-Qi Mangel:
Herzrasen, Herzstolpern, starkes Herzklopfen, Palpitationen, Schlaflosigkeit, Hypotonie, Ängstlichkeit, Panik, Beengungsgefühle, Nervosität, Belastungsdyspnö, Schwitzen, thorakales Engegefühl
Zunge: blass, geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn

Magen-Qi Mangel:
Schmerzen im Oberbauch, Appetitmangel, Geschmacksverlust, Erbrechen, Übelkeit, Hypoazidität des Magens, Aufstossen, Reflux aus Sphinkterschwäche, Schluckauf, starke Müdigkeit vor allem morgens, schwache Extremtitäten
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, dünn

Nieren-Qi Mangel:
Schmerzen und Schwäche im unteren Rücken und in den Knien, Fersenschmerz, Kraftlosigkeit, unruhiger Fetus, drohender Abort, lockere Zähne, Potenzschwäche, Impotenz, Ejaculatio praecox, Fluor vaginalis, Tinnitus, Haarverlust, Schwindel, Vergesslichkeit
Zunge: blass, ev. geschwollen; Belag: dünn
Puls: leer, schwach, tief

tonisiert Milz-Qi, tonisiert Nieren-Qi, Schwäche, Leistenbruch, Prolaps, Organsenkungen, Untergewicht

2 Blut tonisieren

Diese Nahrungsmittel sind im Temperaturverhalten meist kühl bis warm. Ihr Geschmack ist meist süss, sauer, oder bitter.
Durch eine schwache Konstitution oder eine chronische Erkrankung, starken Blutverlust, schlechte Ernährung, Schlafmangel und psychische Dauerbelastung, kann sich ein Leber-Blut Mangel oder ein Herz-Blut Mangel manifestierten.
Nahrungsmittel, die Blut tonisieren, sind meist reich an Chlorophyll, bestimmten Vitaminen (z.B. Folsäure, Vitamin B12, Vitamin A bzw. Betakarotin), Mineralien (z.B. Eisen) oder Spurenelementen (z.B. Mangan). Da Qi das Blut erzeugt, stärken Qi tonisierende Nahrungsmittel sekundär den Aufbau des Blutes.

Nahrungsmittel Beispiele:
Aprikose, Dattel, Eigelb, Heidelbeere, Himbeere, Hühnerfleisch, Leber, Kirsche, Melasse, Feldsalat, Spinat, Rande, Broccoli, Federkohl, Kichererbse, Linse, Pinienkerne, Dulse

Klinische Manifestationen:
Leber-Blut Mangel:
schlechte Sicht, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Nachtblindheit, trockene Augen, Mouches volantes, Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Vergesslichkeit, Ohrgeräusche, Einschlafstörungen, Schlafwandeln, reden im Schlaf, unruhiger Schlaf, Schlaflosigkeit, Hypertonie infolge aufsteigendem Leber-Yang, wenig genährte spröde Muskeln, Sehnen und Bänder, Knochenhautreizung, Gelenkbeschwerden, knirschende Gelenke, Knorpeldegeneration, Spasmen, Zittern, Taubheitsgefühl, brüchige, spröde, stumpfe und trockene Nägel, Haare und Haut, Hautprobleme, unregelmässige Menstruation mit wenig Blut, Amenorrhö, Dysmenorrhö, Zwischenblutungen, spärlicher und hellroter Menstruationsfluss, unruhiger Fetus, drohender Abort, Anämie, Anorexie, verminderte Milchbildung, mattblasses Gesicht, Lippen und Nägel, trockene Verstopfung, trockene Haut
Zunge: blass, dünn, kleiner Zungenkörper; Belag: trocken, dünn oder wenig
Puls: dünn, rau, ev. drahtig

Herz-Blut Mangel:
Palpitationen, Herzklopfen mit Angstzuständen, Absenzen, Schreckhaftigkeit, Einschlafstörung, viele Träume, Ängstlichkeit, Müdigkeit, Schwindel, mattblasses Gesicht und Lippen
Zunge: blass, dünn, kleiner Zungenkörper; Belag: trocken, dünn oder wenig
Puls: dünn, rau

Anämie, Blutmangel postpartum, Laktationsmangel, Milchbildungsmangel (Suppe: 250 g Lamm- oder Ziegenfleisch in Stücke schneiden; 30 g Angelikawurzel; 15 g frischer Ingwer; Öl)

TEN Wirkungen

1 befeuchten / nähren und wärmen

Befeuchten / nähren:
Unter Befeuchten ist die Anregung der eigenständigen Säfte- und Stoffneubildung des Körpers zu verstehen. Nähren dagegen umschreibt die Zuführung von Säften und Stoffen von ausserhalb wie z.B. Phytoöstrogene.

Wärmen:
Wärmen umschreibt sowohl die energetische und temperaturbezogene Wärme wie auch den bewegenden Aspekt. Wärmen bedeutet auch, Säfte zu verdünnen und zu verteilen.

Kälteaversion, kalte Extremitäten, Schüttelfrost, Lumbalschwäche, Lumbago, Rückenschmerzen, Knieschmerzen, Leistenschmerzen, Unterleibschmerzen, Hodenschmerzen, Prostatadynie, Dysmenorrhö, Menstruationsblutung schmerzhaft, Libidomangel, Impotenz, Abgeschlagenheit geistig, Müdigkeit, Energiemangel, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche, Leistenbruch, Untergewicht, Anämie, Blutmangel postpartum, Laktationsmangel, Milchbildungsmangel (Suppe: 250 g Lamm- oder Ziegenfleisch in Stücke schneiden; 30 g Angelikawurzel; 15 g frischer Ingwer; Öl), Prolaps, Organsenkungen

2 trocknen und wärmen

Trocknen:
Unter Trocknen ist das Ausleiten von übermässiger Feuchtigkeit aus den Zellen sowie aus dem Körper und auch der zusammenziehende, adstringierende Effekt zu verstehen.

Wärmen:
Wärmen umschreibt sowohl die energetische und temperaturbezogene Wärme wie auch den bewegenden Aspekt. Wärmen bedeutet auch, Säfte zu verdünnen und zu verteilen.

Urinieren häufig, Polyurie, Durchfall morgendlich, Diarrhö morgendlich (Lamm- oder Ziegenfleisch mit Knoblauch; Ingwer; Sojasauce; Baumnüssen; Öl)

TCM Kontraindikationen

Bei Hitzezeichen. Bei Tendenz zu Nierenbeckenentzündung oder Blasenentzündung. Bei Blut-Hitze. Bei Bluthochdruck aus aufsteigendem Leber-Yang. Bei erhöhten Blutfettwerten. Schaf, Lamm, Ziege können Feuchte-Hitze fördern.

TEN Kontraindikationen

Bei Tendenz zu Nierenbeckenentzündung oder Blasenentzündung. Bei Bluthochdruck. Bei erhöhten Blutfettwerten.

Blutgruppenverträglichkeit

  • Blutgruppe 0: ++
  • Blutgruppe A: -
  • Blutgruppe B: ++
  • Blutgruppe AB: ++