TCM Wirkungen
1 Parasiten eliminieren
Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten kalt bis warm. Ihr Geschmack ist meist süss, scharf, oder bitter.
Heilkräuter, die Parasiten eliminieren, werden zur unterstützenden Behandlung von schmarotzenden Rundwürmern im Darm, wie die Madenwürmer (Oxyuriden) und die Spulwürmer (Askariden), eingesetzt. Da die Parasiten nur in einem Biotop von pathogener Feuchtigkeit gedeihen können, muss die pathogene Feuchtigkeit in der Therapie immer mitbehandelt werden. Bei allfälliger Verstopfung, werden Heilkräuter, die den Stuhlgang regulieren und abführen zusätzlich empfohlen.
Heilkräuter Beispiele:
Daucus carota, Aloe vera, Artemisia absinthium
Klinische Manifestationen
Wurmbefall im Darm, Madenwürmer, Askariden
Zunge, Belag, Puls: unterschiedlich - je nach Ursache
Tötet verschiedene Artenvon Parasiten:
- Darmparasiten, Bandwurmerkrankung, Madenwürmer, Schlauchwürmer, Darmegeln, Lungendistomatos, Pärchenegeln
2 Nässe ausleiten und Diurese fördern
Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten kalt, kühl, neutral und warm. Ihr Geschmack ist bitter, scharf oder auch süss. Diese Kräuter haben die Eigenschaft die Diurese zu fördern. Sie haben unterschiedliche Wirkmechanismen auf die Harnproduktion.
Heilkräuter Beispiele:
Agropyron repens, Betula pendula, Eupatorium perfoliatum, Solidago virgaurea
Klinische Manifestationen:
Störungen des Harntraktes, Miktionsstörung, Dysurie, Prostatabeschwerden, akutes nephritisches Ödem, Gelbsucht, Ikterus, nässendes Ekzem
Zunge: geschwollen, blass
Puls: schlüpfrig
Begünstigt den Qi-Fluss und fördert Diurese:
- Ödeme, Bein Qi
2 Qi regulieren und bewegen
Diese Heilkräuter sind im Temperaturverhalten kühl bis warm. Ihr Geschmack ist meist scharf, bitter, oder süss. Sie fördern den freien Fluss des Qi und sind bei Stauungen des Qi und bei rebellierendem Qi angezeigt.
Eine Qi-Stagnation kann durch Bewegungsmangel, durch alle starken Emotionen und Qi-Mangel entstehen. Darüber hinaus führen äussere pathogene Faktoren sowie pathogener Schleim fast immer zu einer Qi-Stagnation. Typischerweise verschlechtern sich alle Symptome bei Druck und Stress, sie bessern durch Bewegung.
Rebellierendes Qi kann durch verschiedenste Ursachen den Magen und die Lunge belasten und kann bei deren Syndrommustern auftreten.
Heilkräuter Beispiele:
Alchemilla xanthochlora, Centella asiatica, Chamomilla recutita, Marrubium vulgare, Origanum majorana, Vitex agnus-castus
Klinische Manifestationen:
Leber-Qi-Stagnation:
emotionale Schwankungen, Irritiertheit und emotionale Ausbrüche, stimmungslabil, reizbar, Frustration, Depression, Seufzen, Spannungsgefühl und Schmerzen im Hypochondrium, Interkostalneuralgie, Erstickungsgefühl, PMS, Brustknoten, Dysmenorrhö, unregelmässige Menstruation, Amenorrhö, Hypomenorrhö, Globusgefühl im Hals, Druck im Solarplexus, Struma, Schluckschwierigkeiten, Mastitis, Laktationsstörung, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus, Hyperthyreose, Verstopfung (schafskotähnlich), Colon irritabile, Hernienschmerz, Menopausebeschwerden
Zunge: normal, Zungenränder ev. rot oder rote Punkte
Puls: drahtig
Qi-Stagnation des Dünndarms:
Verstopfung, Druck verschlechtert, fehlende Stuhl- und Gaspassage, Darmparasiten, Koterbrechen
Verschluss, akute Blinddarmentzündung
Zunge: normal, Belag: weiss oder gelb
Puls: drahtig
Rebellierendes Magen-Qi
Übelkeit, Erbrechen, Rülpsen, saures Aufstossen, Völlegefühl, Spannung und Schmerz im Epigastrium und Bauch, Diarrhöe oder Verstopfung
Zunge: unterschiedlich
Puls: drahtig
Rebellierendes Lungen-Qi
Asthma, Husten, Erstickungsgefühl in der Brust
Zunge: unterschiedlich
Puls: drahtig
Begünstigt den Qi-Fluss, reduziert Akkumulationen und leitet Stagnationen aus:
- Völle, Nahrungsstagnation und Verdauungsstörungen mit Bauchschmerzen, Verstopfung, Obtipation, Keuchatmung mit Schleim, Tumore -gutartig, Muskelverspannung, Blähbauch, Organvergrösserungen
TCM Kontraindikationen
Vorsicht bei Qi-Mangel, Stuhl -weich und Qi-Prolaps,
Vorsciht bei Milzschwäche opder Magenschwäche,
Vorsciht während der Schwangerschaft
Zubereitung
Samen ( sem. )
allgemein 6-15 g, gegen parasiten 60-120 g